PDF 

Lebensgewohnheiten


P. vitticeps sitzt gerne auf Steinen, Baumstümpfen, Zaunpfosten und anderen erhöhten Plätzen, die meistens nur zu Nahrungsaufnahme verlassen werden. Als Ansitzjäger beobachtet die Bartagame das Beutetier zunächst, um dann im Sprung oder in einem kurzen Sprint zuzuschlagen. Wie alle Reptilien ist die Bartagame wechselwarm, d.h. sie ist nicht in der Lage, ihre Körpertemperatur physiologisch zu regulieren, da die geringe Menge an Stoffwechselwärme schnell über die Haut entweicht. Somit ist P. vitticeps von der Umgebungstemperatur und der Sonneneinstrahlung abhängig. Je kälter die Umgebung ist, desto dunkler ist das Tier gefärbt und desto inaktiver verhält es sich. Erst wenn es sich mithilfe der Sonneneinstrahlung genügend aufgewärmt hat, hellt sich die Färbung auf und Aktivitäten wie Jagen, Fressen, Verdauen und soziale Interaktionen werden ausgeführt. Sobald die Körpertemperatur unter eine bestimmte Schwelle gesunken ist, muss erneut ein sonniger Platz aufgesucht werden. Bartagamen ertragen Temperaturen bis zu 50°C, dennoch laufen sie bei einem zu ausgedehnten Sonnenbad Gefahr, an Überhitzung zu sterben. Wird es zu heiß, suchen die Tiere den Schatten auf und hecheln mit weit geöffnetem Maul, um Verdunstungskälte zu erzeugen.




Männliche Bartagamen verhalten sich territorial und verteidigen ihr besetztes Revier gegen mögliche Konkurrenten. Betritt ein anderes Männchen das Revier, nickt der Inhaber mit dem Kopf und spreizt bald darauf seinen Bart ab. Jüngere und schwächere Eindringlinge ziehen sich daraufhin meist freiwillig kopfnickend zurück; etwa gleichstarke Exemplare reagieren jedoch nicht und provozieren so einen Kampf. Zunächst blähen beide Kontrahenten ihre Körper auf und platten sie seitlich ab, um die Körperumrisse gewaltiger erscheinen zulassen. Nach mehrmaligem Umkreisen des Gegners verbeißen sich die Tiere schließlich ineinander. Die Bartagamen versuchen sich an der Schwanzwurzel zu packen. Gelingt dies, so wird die unterlegene Bartagame hochgehoben und fest durchgeschüttelt. Dies wird so oft wiederholt, bis die schwächere Bartagame den Sieger durch kreisende Bewegungen mit den Armen besänftigt. Der Schwanz wird bei diesem Kampf oft abgerissen oder verstümmelt.

Im Winter, wenn die Temperaturen unter 20°C fallen, macht die Bartagame eine zweimonatige "Winterruhe" in einem geschützten Quartier. Dabei schlafen die Tiere aber nicht ständig, sondern können in kurzen Aktivitätsphasen aufstehen, fressen und sich bewegen. Die Ruhephase ist für eine erfolgreiche Vermehrung und eine längere Lebensdauer von großer Bedeutung.

Bartagamen ernähren sich omnivor, verzehren also pflanzliche und tierische Kost. Gefressen wird alles, was überwältigt werden kann, zum Beispiel Insekten, Nager, Frösche, Wirbellose, Jungvögel und kleinere Echsen (auch Artgenossen). Gerade Jungtiere ernähren sich größtenteils von tierischer Kost. Diese macht bei adulten Exemplaren nur etwa 20% der aufgenommenen Nahrungsmenge aus, die restlichen 80% bestehen aus Sämereien und Pflanzenteilen. Um die Genießbarkeit eines potenziellen Nahrungsmittels zu testen, berühren Bartagamen dieses mit ihrer Zunge.

 

 

Wetter

Das Wetter heute
Bogtryk SEO SEO
Linkguide Konference SEO
Powered by Joomla! Diese Website benutzt Google Analytics einen Webanalysedienst der Google Inc.